Mitgefühl leben

„Es gibt nichts Gutes – außer man tut es…“
Erich Kästner

Das Leben hat Spuren auf meinem Weg  hinterlassen, wieder ins Spüren kommen,  mir selbst auf die Spur kommen – Mitgefühl als Weg,das ist das Lebensmotto von Angela Dunemann.

Mitgefühl sieht alle Hindernisse, Schmerzen, unangenehme Gefühle und Körperempfindungen als Ausdruck des Lebens an, das sich nach Erfüllung und Entfaltung sehnt. Indem wir diesem scheinbar  Schwierigen in uns und in unserem Leben Raum geben, öffnen sich neue, heilsame Wege. So kommen wir in Kontakt mit unserem Wesenskern und tauchen ein in die lebendige Kraft und Schönheit der Bedürfnisse.

Angela Dunemann lebt  seit 28 Jahren in Wetzlar.
Seit dieser Zeit arbeitet Sie als Diplom Sozialpädagogin,  Therapeutin  und Yogalehrerin im Albert-Schweitzer-Kinderdorf. Sie hat dort mit ihrer eigenen Familie und sieben Pflegekindern gelebt. Inzwischen wirkt sie als systemisch ausgebildete Kinder/Jugendlichen und Traumatherapeutin. Gleichzeitig leitet Sie seit 20 Jahren zusammen mit ihren Kolleginnen ein  eigenes Yoga-Institut, Mandala  Wetzlar. Hier bietet sie nicht nur Kurse an sondern unterrichtet angehende Yogalehrende in der Yogaausbildung.
Ihr sind in diesen Jahren unzählige kleine und große Menschen begegnet, die schwere Erlebnisse zu verkraften haben. Trennungen, körperliche und seelische Gewalt, Vernachlässigung und vieles mehr hinterlässt Spuren. Die Folgen dieser schrecklichen Erfahrungen erschweren eine gesunde Entwicklung und stehen einem selbstbestimmten und erfüllten Leben oft im Weg. Die Beziehung zu sich selbst, zu anderen Menschen und zur Welt ist häufig sehr stark beeinträchtigt.

 

Institut für Yoga und Gesundheit,  Mandala, www.mandala-wetzlar.de

Gesellschaft für Traumasensibles Yoga, TSYingradual, s. www.traumasensiblesyoga.de

Neue Wege, www.neuewege.com

Albert-Schweitzer-Kinderdorf Wetzlar, www.ask-hessen.de

 

Angela Dunemann  begreift es als großes Lebensgeschenk, dass ihr damals 20jährig eine reife und erfahrene Yogalehrerin begegnet ist. Diese über 70jährige hat sie mit ihrer enormen geistigen und körperlichen Beweglichkeit und vor allem mit ihrer authentischen und klaren Ausstrahlung tief beeindruckt. Es hat in ihr die Vision reifen lassen, dem Yogaweg zu folgen. Frau Gießners Motto: „Yoga macht man nicht, Yoga lebt man“ hat sie zu ihrem eigenen gemacht.

Ihre Ausbildung im  klassischen Hatha-Yoga   am  Institut für Verhaltenstherapie und Präventivmedizin Bad Nauheim (EYU)   hat sie ergänzt durch zahlreiche Aus- und Weiterbildungen. Eine 4-jährige Ausbildung bei  Mira Müller-Grosse im “Yoga des Herzens“,   s.www.yogamira.de, hat ihr Yogaverständnis erweitert.
Zu ihr finden Menschen in allen Lebensphasen und  ihre Kurse spannen den Bogen vom Kinderyoga über klassische Hatha-Yogakurse bis zu Kursen für Menschen in seelischen Krisen. Die therapeutische Yogaeinzelarbeit ergänzt diese Angebote und ermöglicht es Menschen, sich im geschützten Einzelsetting zu probieren, bevor sie den Schritt in die Gruppe wagen.
Sie unterrichtet inzwischen einen eigenen Yoga-Stil, den sie als in erster Linie wahrnehmungsorientiert begreift.   Dieser Stil verbindet das „Klassische“ mit  fließenden Yogasequenzen, Energieübungen und Affirmationen, gespeist aus der langjährigen Erfahrung mit vielen unterschiedlichen Menschen. Die Arbeit mit den Kindern regt immer wieder ihre Kreativität und Fantasie an und befruchtet ihr Yoga mit vielen lebendigen Elementen aus der sensomotorischen Förderung.  In ihrem Verständnis kommt nicht der Mensch zum Yoga sondern im umgekehrten Sinn das Yoga zum Menschen. Das bedeutet, dass jede Übung so angeglichen werden kann, dass sie sich auch mit momentanen „Handicaps“ ausüben lässt.

Integrität und Selbstbestimmung, ihre eigene und die ihrer TeilnehmerInnen und KlientInnen  sind für sie weitere wichtige Aspekte.  Ausgehend von der Erkenntnis, dass es keine Körper ohne Seelen und keine Seele ohne Körper gibt, trifft seit einigen Jahren die klassische Gesprächstherapie immer häufiger auf körperorientierte Verfahren.  Angela Dunemann geht seit Jahren einen Weg, auf dem sie ihre pädagogische und  therapeutische Arbeit mit dem Yoga verknüpft. Ihre ersten Schritte waren z.B. in der Familiengruppe, Kinderyoga anzubieten, später ist daraus ein integratives Kinderyogakonzept entstanden für Kinder aus dem Kinderdorf und von außerhalb.

Umso mehr freut es sie, dass nun inzwischen durch zahlreiche Studien belegt wird, was Yogis eigentlich schon lange wissen, Yoga wirkt auf alle Bereiche des menschlichen Seins. Es kann  eine tief greifende therapeutische Wirkung entfalten, wenn es nicht als leistungsorientierte „Olympiade“ begriffen wird sondern wie bereits beschrieben wahrnehmungsorientiert ist und individuell angepasst wird. Es lindert die Folgen traumatischer Erfahrungen, stabilisierend, regulierend und heilsam.
Ihre therapeutischen Qualifikationen   hat sie in einer 2jährigen Weiterbildung in  systemischer Kindertherapie (NIK-Bremen)  und einer 2jährigen Weiterbildung in  systemischer Traumatherapie (Ifs-Essen)  erworben.  Darüber hinaus ist sie inzwischen  Heilpraktikerin für Psychotherapie.

Verbindungen schaffen, als weiteres Lebensmotto setzt sie in den gelebten Teams und in der Qualität ihres Wirkens  um. Seit 20 Jahren im Institut für Yoga und Gesundheit, Mandala  und seit 3 Jahren in der Gesellschaft für Traumasensibles Yoga, TSYingradual.

So fließen in ihre therapeutischen Settings häufig Yogaelemente ein und in ihrem Yogaunterricht, z.B. mit jungen Migranten   ihre therapeutischen Erfahrungen.

Im Rahmen der von der  Gesellschaft TSYingradual  durchgeführten  Seminare und Ausbildung  ist es ihre große Motivation, Therapeuten und Yogalehrende zusammen zu bringen, um wechselseitig von den Erfahrungen zu lernen. Menschen in der Arbeit mit traumatisierten Menschen zu befähigen, dem Schweren und oft Unaussprechlichen mit Kompetenz und Mitgefühl zu begegnen, ob im Yogaunterricht oder in der Therapie ist dabei ihr Hauptanliegen.

Sie findet es immer wieder berührend und bereichernd, Yoga außerhalb des Übungsraums und der Yogamatte in den verschiedensten Situationen zu praktizieren.

Seit einigen Jahren kooperiert sie mit Reiseveranstaltern, vom nördlichen Norwegen bis zu dem südlichen, tunesischen Wüstenhimmel war sie als Yogalehrerin unterwegs. Aktuell ist sie für den Reiseveranstalter Neue Wege tätig.

Veröffentlichungen:             
2005     Yoga und Bewegungsspiele für Kinder, Kösel-Verlag
2010     Yoga in der Traumatherapie, mit Regina Weiser, Klett-Cotta-Verlag
2017     voraussicht. Traumasensibles Yoga, Posttraumatisches Wachstum und Entwicklung von Selbstmitgefühl, Klett-Cotta- Verlag

Ausbildung und Seminare zum traumasensiblen Yoga,  s.  www.traumasensiblesyoga.de
Ausbildung zum Yogalehrenden, s.  www.mandala-wetzlar.de
Einstieg jeder Zeit möglich!

Hinweis:  TSY ersetzt keine Traumatherapie!